Ein Gang durch die Bartholomäuskirche

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Das Fürstenkapitell

FuerstenkapitellDas frühgotische Kapitell ist die einzige reich geschmückte Säule der Kirche. Sie ist mit neun Köpfen ausgestaltet, sechs davon sind noch im Original erhalten, drei wurden nachgearbeitet.

Der durch eine Rosenranke herausgehobene Kopf lässt auf eine bedeutende Persönlichkeit schließen. Es ist nicht eindeutig geklärt, um wen es sich dabei handelt.

 

Der Taufstein

TaufsteinDer 13-eckige Taufstein aus dem Jahr 1426 ist aus einem einzigen Felsblock gehauen. Auf den Seitenflächen sind Christus und die zwölf Apostel dargestellt.  In den letzten Tagen wurde der Taufstein saniert. Siehe Artikel unter www.kirchplatz.info

 

Die Vollandkapelle

Grab HartmannDie Seitenkapelle ist eine Stiftung von Kapellan Walter von Haslach aus dem Jahr 1459. Benannt wurde sie nach Elisabeth Volland, einer bedeutenden Markgröninger Bürgerin des 15. Jahrhunderts. Hier befindet sich die sarkophagartige Grabplatte von Hartmann Graf von Grüningen († 1280), dem Stifter der Kirche. Sie trägt das württembergische Wappen mit den drei Hirschstangen. Es ist der älteste Grabstein mit dem Wappen des Hauses Württemberg.

Das Chorgestühl

chorgestuehlDas Chorgestühl mit den Schnitzarbeiten stammt aus dem 14. Jahrhundert. An der rechten Wange ist der Heilige Christophorus zu sehen. Er gilt als Schutzpatron der Reisenden. An der linken Wange sind Petrus und Paulus dargestellt. Über ihnen ragt bedrohlich ein Drachenwesen, „das Böse“, das durch die beiden Heiligen abgewehrt wird.

 

Das Weltgericht

WeltgerichtÜber dem Triumphbogen wurde um 1500 das Bild vom Weltgericht gemalt, eine für mittelalterliche Kirchen typische Darstellung. Es zeigt Jesus Christus, den Herrscher der Welt, der auf dem Regenbogen thront und dessen Füße auf der Kugel des Weltalls ruhen. Die Engel blasen die Trompeten zur Auferstehung: Die Gerechten, rechts von Christus, werden ins Paradies geführt, die Verdammten, links von ihm, sind in der Hölle dargestellt.

 

Die Sakristeitür

sakristeituerEin Schmuckstück der Kirche ist die kunstvoll beschlagene spätgotische Holztür, die vom Chor in die Sakristei führt. Weitere Informationen zur Sakristei können Sie dem Artikel der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 24.12.2016 entnehmen. Folgen Sie diesem Link

 

 

Die Glocken

Von 1340 – 1346 wurden die  beiden Türmen der Bartholomäuskirche gebaut. Der nördliche diente als Hochwachtturm, der südliche als Kirchturm. In ihm (und auf ihm) befinden sich 5 Glocken.

 

Glocke 1:  Dominica, Große Glocke (rechts) c‘   Gegossen: 1855 Fa. Louis Neubert in Ludwigsburg.           Breite 160 cm / Höhe 125 cm / Gewicht 2,314 t  Aufschrift: Aus dem Erz der im Jahre 1487 gegossen Glocke umgegossen im Jahre 1855. ,,Lobe Zion deinen Gott“  3 Wappen:  Spitalkreuz, Bär zu Johannes Betz, das Stadtwappen von Markgröningen, ein Reichsadler mit darüber liegenden Sternen.

 

Geschichte:  Glocke 1 war 1850 zersprungen und auf dem Turm zerschlagen worden. Da beriet seinerzeit die Fa. Neubert die Kirchengemeinde dahingehend, die Glocken 1 und 2 neu gießen zu lassen, was auch 1855 geschah. Die Glocken 1 und 2 wurden mit Schreiben vom 18.6.1917 von der Enteignung und Ablieferung zurückgestellt.  Glocke 1 wurde im 2. Weltkrieg abgeliefert und nach dem Krieg im Hamburger Hafen gefunden, Sie kam 1948 wieder nach Markgröningen zurück.

 

Glocke 2:  Betglocke, zweite Glocke (links) e‘    Gegossen: 1854 Fa. Louis Neubert in Ludwigsburg.        Breite 127 cm / Höhe 100 cm / Gewicht  1,250 t

 

Aufschrift: Aus dem Erz der im Jahre 1272 von Graf Hartmann d.Ä. von Gröningen gestiftete Glocke, umgegossen im Jahre 1854. ,,Die Gemeinde der Heiligen soll IHN loben“

 

Glocke 3:  Kreuzglocke,  Glocke Mitte unten g‘  Gegossen: 9. Juli 1954 Fa. Heinrich Kurtz, Stuttgart.       Breite 103 cm / Höhe 89 cm / Gewicht 0,657 t

 

Aufschrift: Zum Gedächtnis der Gefallenen der beiden Weltkriege 1914/18 und 1939/45. ,,Er ist unser Friede“.

 

Geschichte: Die ebenfalls historische Vorgängerglocke aus dem Jahre 1273 wurde von Graf Hartmann d. J. gestiftet und 1854 auch umgegossen – am 25.06.1917 abgenommen- 1923 neu gegossen – 1933 umgegossen- 1942 wieder abgeliefert und eingeschmolzen.

 

Glocke 4:  Taufglocke, Glocke Mitte oben a‘  Gegossen: 2.Marz 1956 Fa. Heinrich Kurtz, Stuttgart.        Breite 94 cm / Höhe 81 cm / Gewicht 0,467 t

 

Aufschrift: Gestiftet vom Verband der Heimkehrer – Ortsverband Markgröningen als Heimkehrerdank und Vermisstengedenkglocke.

 

Psalm 126‘‘:  Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.   Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Dann wird man sagen unter den Heiden: der Herr hat Großes an ihnen getan! Der Herr hat Großes an ihnen getan: des sind wir fröhlich. Herr, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland. Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Gaben.

 

Die fünfte  Glocke a„ dient als Viertelschlagglocke und ist auf  der Spitze des Süd-Kirchturms freihängend und völlig offen an der Stange des Turmknaufs montiert. Es ist die älteste Glocke der Bartholomäuskirche und mit dem Text versehen:  Martin Miller zu Esslingen gos mich 1604.

 

Lange Zeit hatte auch der im Eigentum der Stadt befindliche Nord-Turm seine Glocke. Sie wurde leider nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr ersetzt. Das Joch, an dem die Glocke hing, ist vom Kirchplatz und vom Marktplatz aus noch zu sehen.

 

Eine ausführliche Dokumentation der Geschichte der Glocken hat Kirchengemeinderat Roland Hirsch erstellt. Siehe:  www.kirchplatz.info/glocken.html

 

Glockengeläut hören:

Innenansicht (Video)